Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19.30 Uhr, Großer Saal
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Dirigent Cornelius Meister
Vikotira Mullova, Violine - Matthew Barley, Violoncello

Maurice Ravel
Alborada del Gracioso
Thomas Larcher
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester
Modest Mussorgski
Bilder einer Austellung

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 19.30 Uhr, Großer Saal
Wiener Symphoniker
Dirigent Fabio Luisi
Lise de la Salle, Klavier

Camille Saint-Saens
Klavierkonzert Nr. 2 g-moll op. 22
Hector Berlioz
Symphonie fantastique. Epsiode de la vie d'un artiste op. 14

Freitag, 9. März 2012, 19.30 Uhr, Großer Saal
Budapest Festival Orchestra

Dirigent Ivan Fischer

Johann Sebastian Bach
Herr, gehe nicht ins Gericht, BMV 105
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 7 E-Dur

Sonntag, 1. April 2012, 19.30 Uhr, Großer Saal
Wiener Symphoniker
Dirigent Dmitrij Kitajenko

Bela Bartok
Bilder aus Ungern Sz 97
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie C-Dur K 425 «Linzer Symphonie»
Sergej Rachmaninow
Symphonie Nr. 3 a-moll op. 44

Samstag, 12. Mai 2012, 19.30 Uhr, Großer Saal
Chamber Orchestra of Europe
Dirigent Sir Roger Norrington
Michelle Breedt Mezzosopran

Franz Schubert
Ausgewählte Lieder in Bearbeitungen für Mezzosopran und Orchester
Joseph Haydn
Symphonie G-Dur Hob. I/94 «Mit dem Paukenschlag»
Symphonie G-Dur Hob. I/92 «Oxford»

Dienstag, 12. Juni 2012, 19.30 Uhr, Großer Saal
Wiener Kammer Orchester
Dirigent Diego Matheuz

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert G-Dur K 216
Felix Mendelssohn-Bartholdy
Symphonie Nr.3 a-moll op.56 «Schottische»

 


Als das Wiener Konzerthaus nach nur zweijähriger Bauzeit im Jahre 1913 eröffnet wurde, gehörte es zu den modernsten Großbauten der Donau-
monarchie. Errichtet wurde es von den berühmten Theater-architekten Ferdinand Fellner und Hermann Gottlieb Helmer in Zusammenarbeit mit Lud-wig Baumann, und es setzte neue Maßstäbe hinsichtlich Architektur, Besucherfreund-lichkeit, Bau- und Haustechnik.
In seiner Innenraumgestaltung kam die fast 40jährige Er-fahrung der Architekturbüros Helmer und Fellner zum Tra-
gen: Die Foyerbereiche und Stiegenhäuser ermöglichten den ungehinderene gelegen und dennoch akustisch voneinander unabhängig – konnten parallel bespielt oder auch gemeinsam für eine Veranstaltung genutzt werden; Akustik und Atmosphäre des Hauses waren für ein breites Spektrum kultureller Veran-staltungen ideal; die Anlage und Verteilung der Gastro-nomie mit Buffets, einem Kaffeehaus und drei Restau-rants entsprach allen gesell-
schaftlichen Ansprüchen eines modernen Konzertbetriebs. Großzügigkeit und Bequem-lichkeit der Anlage begeister-ten Publikum wie Kritik glei-chermaßen, waren sie doch in Wiens traditionsreichem Musikleben bislang unbekannt gewesen.

In architektonischer Hinsicht ist das Wiener Konzerthaus eine Rarität. In ihm verschmel-zen Elemente des späten Historismus, des Sezessionis-mus und des Jugendstils zu einem Ensemble ganz eigener Prägung. Dank der hohen künstlerischen Qualität des Baus gab es im Lauf der Jahre nur wenige Umbauten und Reparaturen, die zudem die Struktur des Hauses weit-gehend im Originalzustand beließen. Die Generalsanie-rung des Hauses (1998-2001) hat es ver standen, sich diesen Umstand zunutze zu machen: Die historische Bausubstanz wurde teils re-konstruiert, teils renoviert, und das Gebäude wurde mit mo-dernster Technik sowie einem vierten Konzertsaal (dem «Neuen Saal») ausgestattet. Dem behutsamen Umgang mit dem architektonischen Erbe ist es zu verdanken, dass sich das Wiener Konzerthaus heute zu den modernsten und gleichzeitig traditionsreichsten Konzert häusern der Welt rechnen darf.