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Der Ehrbar Saal wurde im Jahre 1876 von dem Klavierfabrikanten Friedrich Ehrbar in der Mühlgasse 30, 1040 Wien errichtet. 1911 wurde die Galerie zugebaut und der Saal bekam seine heutige Form. Um die Jahrhundertwende traten hier zahlreiche der bekanntesten Musiker dieser Zeit auf, wie Johannes Brahms, Anton Bruckner, Max Reger, Pietro Mascagni, Josef Helmes-berger, Ignaz Brüll und Gustav Mahler, der im Ehrbar Saal das “Klagende Lied” zur Urauffüh-rung brachte. Auch der erste Teil von Arnold Schönbergs “Gurreliedern” fand hier am 14. Januar 1910 gemeinsam mit anderen Werken des Kompo-nisten seine Uraufführung.
Seit damals hat der Saal eine wechselvolle Geschichte durchgemacht: er diente während des ersten Welt-krieges als Lazarett und war Lager einer Tischlerei, bis er 1946 mit einem Konzert der Wiener Philharmoniker unter Rudolf Moralt feierlich wieder eröffnet und seiner ursprüng-lichen Bestimmung wieder übergeben wurde.
In den letzten 30 Jahren wurde es um den Ehrbar-Saal jedoch etwas ruhiger und erspielte im Konzertleben Wiens keine große Rolle.

Heute bietet das Haus wieder sehr umfangreiche, unge-wöhnliche und abwechs-lungsreiche Abende, die von Rezitation bis Liederabende reicht, vom Wienerischen Abenden bis zur Klassik ist alles vertreten.